Nachstehend genannte Preise sind Bestandteil des folgenden Artikels aus wiwo.de und decken sich nicht mit unseren Konditionen.

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Eine brauchbare Energieberatung kostet je nach Berater zwischen 500 und 1000 Euro
 
Wer zum Beispiel den staatlichen Zuschuss zur Energieberatung von 400 Euro für sein Ein- oder Zweifamilienhaus nutzen will – was die Beratungskosten im Regelfall ungefähr halbiert -, braucht einen vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) als förderberechtigt eingestuften Berater. Für diese Förderberechtigung fordert das BAFA  eine standardisierte Fortbildung, die den Berater in die Lage versetzt, eine umfassende Vor-Ort-Beratung vorzunehmen und dem Hauseigentümer eine umfassende Auswertung mit Sanierungsvorschlägen zu unterbreiten.
 
Mehr als 20.000 von dem BAFA geförderte Energieberatungen für Ein- und Mehrfamilienhäuser gab es 2013. Wer wissen will, wie das ideal dokumentierte Beratungsergebnis aussehen soll, kann sich auf den Internetseiten des BAFA einen Musterbericht ansehen. Auch eine Checkliste für die vom Berater abzuarbeitenden Punkte ist dort hinterlegt. Seit 2012 gelten hier neue Anforderungen für die Berater hinsichtlich ihrer Qualifikation und Leistungen.
Differenzierter sind die Anforderungen für Energieberater, die Sanierungsvorhaben als förderfähig nach den Kriterien der KfW bewerten dürfen. Die KfW unterstützt mit ihrem Programm „Energieeffizient Bauen und Sanieren“ sowohl Einzelmaßnahmen als auch Komplettsanierungen durch verbilligte Kredite. Ob ein Vorhaben förderungswürdig ist, muss ein Energieberater schon vor Sanierungsbeginn bescheinigen. Außerdem muss er nach Abschluss der Maßnahme deren erfolgreiche Umsetzung bestätigen. Nur dann fließt Geld von der KfW.

Fünfmal soviel Zusatzqualifikation gefordert
 
Die Fähigkeiten dazu muss ein Energieberater inzwischen durch umfangreichere Weiterbildungen erwerben. Statt wie bisher in nur 16 zusätzlichen Unterrichtseinheiten muss er ab dem 1. Oktober 2014 bereits 80 weitere Unterrichtseinheiten zu seiner Grundqualifikation (130 bis 210 Unterrichtseinheiten) nachweisen. Die KfW verlangt seit 1. Juni 2014 die Eintragung in die Energieeffizienz-Expertenliste für Förderprogramme des Bundes. Um die Anforderungen für die Eintragung zu erfüllen, müssen Experten neben einer baunahen Grundausbildung eine umfangreiche Weiterbildung nachweisen. Für den Nachweis hatten die Energieberater zwei Jahre Zeit, nun endet die Frist. Bei den neuen Fortbildungsinhalten geht es für einige Experten beispielsweise auch um die EU-Gebäuderichtlinie, die neue Energieeinsparverordnung (EnEV), erweiterte bauphysikalische Grundlagen und eine verstärkte Prüfung der Wirtschaftlichkeit von Sanierungsmaßnahmen.
 
 
Für KfW-Programme qualifizierte Berater sind daher ausschließlich in der Expertenliste der dena unter www.energie-effizienz-experten.de zu finden. Dort können Interessierte anhand ihres Wohnorts qualifizierte Energieberater suchen, die von den staatlichen Förderprogrammen akzeptiert werden. Welches Förderprogramm beachtet werden soll, können Nutzer direkt unter der Suchmaske anhaken.
 
Nach neuesten Zahlen des BAFA sind aus der Liste 13.000 Energieberater für die Vor-Ort-Beratung förderberechtigt. Dennoch sind dort nur 5500 von ihnen zu finden. Von den insgesamt aufgeführten 11500 Energieberatern sind hingegen fast alle für die KfW-Programme geeignet. Lediglich 860 haben sich auf das KfW-Programm „Energieeffizient Sanieren für Baudenkmale“ spezialisiert.
 
Wer also ganz sicher gehen will, dass sein Energieberater aus der Region qualifiziert ist, sollte nach seiner Registrierung für die staatlichen Förderprogramme fragen und diese zur Bedingung machen.
 
Quelle: Andreas Toller, wiwo.de