Ein Gütesiegel für Energieeffizienz

Die Energieeinsparverordnung (EnEV) führte schrittweise den Energieausweis für bestehende Gebäude ein. Die Verpflichtung einen Energieausweis für Nichtwohngebäude erstellen zu lassen, besteht seit dem 1. Mai 2014 – allerdings nur, wenn diese verkauft, neu vermietet, verpachtet oder wesentlich geändert werden. Der Gebäudeeigentümer kann zwischen einem Verbrauchs- oder einem Bedarfsausweis wählen.
 
In öffentlichen Gebäuden, mit Publikumsverkehr und über 500 m² Nutzfläche, muss der Energieausweis ausgehängt werden.
 
Mit der DIN V 18599 lassen sich komplexe Gebäude mit unterschiedlichen Nutzungszonen und differenzierter Anlagentechnik abbilden. Die Anforderungen werden über ein allgemeines Bilanzierungsverfahren festgelegt. Die DIN V 18599 liefert sowohl ein Verfahren, wie die Zonierung eines Gebäudes vorzunehmen ist, als auch Rechenregeln, wie Energiekennwerte von Versorgungsbereichen auf die Zonen umzulegen sind.
 
Es besteht auch bei Nichtwohngebäuden die Wahlfreiheit zwischen verbrauchs- und bedarfsorientiertem Energieausweis. Für neu zu errichtende Nichtwohngebäude ist jedoch immer ein Bedarfsausweis zu erstellen.

Bedarfs- oder Verbrauchsausweis?

Die Mehrzahl der Nichtwohngebäude ist komplex, in der Nutzung und Gebäudetechnik.
 
Vorteile des Bedarfsausweises:
 
  • Detaillierte Abbildung des Gebäudes (Zonierung)
  • Schwachstellen werden identifiziert
  • Sehr gute energetische Modernisierungsempfehlungen können gegeben werden
  • Gute Grundlagen für weitere gebäude- und anlagentechnische Sanierung